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Interview mit Markus Babbel

"Angst muss nur ich haben"

sid, veröffentlicht am 05.11.2009
Markus Babbel kann sich die zwei Gesichter seiner Mannschaft im Spiel gegen Sevilla nicht erklären. Foto: dpa

Stuttgart - Der Teamchef des VfB Stuttgart kann sich den schwachen Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Hälfte gegen Sevilla nicht erklären. Dennoch ist er sich sicher, dass der VfB das Achtelfinale der Champions League erreicht und hofft, dass der Knoten bald platzt.


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Markus Babbel, der VfB Stuttgart hat nach dem 1:1 beim FC Sevilla noch alle Chancen auf den Sprung ins Achtelfinales der Champions League. Wie aber erklären Sie sich die zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten Ihrer Mannschaft?


"Mir fehlen da einfach die Worte. In der ersten Halbzeit habe ich eine ganz schwache Mannschaft gesehen, ängstlich, ohne Mumm, passiv, viele Fehlpässe. Das ist mir unerklärlich. In der zweiten Halbzeit war dann eine Mannschaft auf dem Platz, die mutig war, aggressiv, die in die Zweikämpfe gegangen ist. Wir hätten sogar noch gewinnen können, aber aufgrund der ersten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung."

Sind Sie denn in der Pause laut geworden?


"Ich musste laut werden, weil es für mich unerklärlich war. Es ist etwas Besonderes, in der Champions League mitzuspielen. Aber wenn ich dann sehe, dass sich die Mannschaft vor Angst in die Hose macht, dann musste ich natürlich ein paar Sachen sagen."

Was haben sie denn den Spielern gesagt?


"Ich habe ihnen gesagt, ihr könnt frei aufspielen. Der Einzige, der Angst haben müsste, bin ich, weil es um meinen Kopf geht. Ich habe gesagt, ich halte aber nicht den Kopf hin für eine Mannschaft, wie ich sie in der ersten Halbzeit gesehen habe. Das war dem VfB nicht würdig. Ich habe gesagt, ich will stolz auf meine Mannschaft sein."

Sie haben außerdem gut gewechselt....


"Mit den Einwechslungen war es nicht schwer, Treffer zu landen."

Wie schätzen Sie nun die Chancen in der Champions League ein?


"Das Gute ist, wir haben es selbst in der Hand. Aber dafür müssen wir besser Fußball spielen, so, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, stelle ich mir das vor. Ich bin total überzeugt davon, dass wir das Achtelfinale schaffen. Gut, in der ersten Halbzeit kamen schon ein paar Zweifel."

War die Leistung in der zweiten Halbzeit vielleicht auch ein Wendepunkt in dieser Saison?


"Ich hoffe, dass jetzt vielleicht der Knoten platzt. Es geht schwierig weiter, aber ich bin überzeugt, dass wir den Weg aus dieser schwierigen Situation finden."


Kommentare (6)
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Analyst,
06.11.2009
@J.Stieglitz
Na bitte - warum noch die manigfaltigen Ursachen und Zusammenhänge für die Krise analysieren, wo manche doch schon die Lösung gefunden haben. Einfach Trainer austauschen ! Der ist sogar für das Auftreten der Spieler verantwortlich, hat sie mit seiner Angst angesteckt. Oh je- Profi ist die Abkürzung für Professional. Und Professionalität ist das was man sich von den Spielern erwartet und dazu gehört sicher nicht sich mit Angst infizieren zu lassen. Und wie ist es zu erklären, dass bestimmte Spieler dem Druck standhalten und andere nicht. Ach so - die sind immun gegen die babbelsche Ansteckung mit Angst.
Na wenn alle Dinge so einfach liegen , dann wird es wirklich Zeit den Trainer zu wechseln. Buchwald oder Matthäus - oder welch anderer Hochqualifizierter ist dabei dann eigentlich ja egal.
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